Was sollte ein(e) Stundent:in heute eigentlich wissen und können? 


Gut 25 Jahre nach der letzten eidgenössischen Maturitätsreform ist es Zeit, die bisherigen Rahmenvorgaben zu reflektieren und zu überdenken. Wir erwarten keine erdbebenartigen Veränderungen und Neusetzungen vom angestossenen Projekt; punktuell ist der schweizerische Maturitätsabschluss aber verbesserungsfähig. Die Ansprüche der verschiedenen Anspruchsgruppen des Projekts weisen allerdings in sehr unterschiedliche Richtungen, so dass ein weiser Kompromiss gesucht und gefunden werden muss.

Das Schweizer Bildungssystem hat sich in seinem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext in den letzten zwei Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Megatrends wie etwa die Globalisierung und die Digitalisierung sowie aktuelle Fragestellungen in Bezug auf die partizipative Gesellschaft und die Nachhaltigkeit wirken sich sowohl auf strukturelle als auch auf pädagogische Aspekte aus. Mit dem Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) soll diesen aktuellen Herausforderungen Rechnung getragen werden. Es soll dazu beitragen, dass die gymnasiale Ausbildung nicht nur vergangene sondern auch künftige Anforderungen erfüllt. Dabei geht es darum, Bewährtes zu stärken und auszubauen, gleichzeitig aber auch Massnahmen für notwendige Neuerungen anzustossen und umzusetzen.

Ziel ist es, die anerkannte Qualität der gymnasialen Maturität weiterhin schweizweit und auf lange Sicht zu sichern und den prüfungsfreien Zugang zur Universität langfristig sicherzustellen. Hierfür sollen die Grundlagen für die gesamtschweizerische Anerkennung der gymnasialen Ausbildung unter die Lupe genommen und wo notwendig  angepasst werden. Im Zentrum der Arbeiten stehen der Rahmenlehrplan (RLP) der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und die gemeinsamen Anerkennungsvorgaben von Bund und Kantonen (MAR/MAV). WEGM ist ein gemeinsames Projekt der EDK und des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Die Eröffnung der politischen Vernehmlassung zum Teilprojekt «MAR/MAV» ist Mitte Mai 2022 erfolgt und dauert bis Ende September. Für den Kanton Zürich antwortet der Regierungsrat auf die Vernehmlassung, weil die Vernehmlassung vom Bundesrat freigegeben worden ist. 

Die LKM hat an ihrer Delegiertenversammlung vom 7. Juni 2022 die Vernehmlassungsvorlage breit diskutiert und der LKM-Vorstand hat daraus nach bestem Wissen und Gewissen die LKM-Vernehmlassungsantwort zuhanden des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes (MBA) verfasst. Die Vernehmlassungsantwort des MBA, welche auch die Haltungen der Schulleitungen und der Schulkommissionen enthält, fliesst danach in die kantonale Antwort des Zürcher Regierungsrates ein. 

Die LKM versucht seit Projektbeginn die Sicht der Schülerinnen und Schüler einzuholen und im Projekt sichtbar und fruchtbar zu machen. 

https://www.matu2023.ch/

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